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Österreich als starkes Gastland bei der Biennale der Schmiede

Mehr als 30 österreichische Schmiedinnen und Schmiede präsentierten in Kolbermoor die Vielfalt ihres Handwerks und setzten wichtige Impulse für die Zukunft des Berufs.

Vom 6. bis 9. August 2026 wurde Kolbermoor zum internationalen Zentrum des Schmiedehandwerks. Bei der XV. Biennale der Schmiede, die gleichzeitig ihr 30-jähriges Jubiläum feierte, war Österreich mit mehr als 30 Schmiedinnen und Schmieden als Gastland vertreten.

Mit Vorführungen, Gemeinschaftsarbeiten und Fachvorträgen gab die österreichische Delegation Einblicke in die hohe Qualität und Bandbreite des Schmiedehandwerks. Besonders groß war das Interesse bei Kindern und Jugendlichen, die das Arbeiten mit Feuer, Hammer und Amboss teilweise selbst ausprobieren konnten.

Auch der persönliche Austausch kam nicht zu kurz: Beim österreichischen Abend sorgte die „Hi und Do Musi“ mit Schmiedekollege Franz Furtner für Stimmung und einen gelungenen Abschluss des Tages.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ausstellung „Querschnitt Austria“ im Rathaus und Stadtpark von Kolbermoor. Zahlreiche Arbeiten zeigen die Kreativität und handwerkliche Präzision österreichischer Schmiedekunst.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine von Vasyl Kutzij gefertigte Rose aus dem Fragment einer feindlichen Rakete. Sie steht symbolisch für Frieden, Hoffnung und eine Zukunft ohne Krieg.

Auch die Skulptur „Der Schmied“ aus der Berufsschule Wels 1 ist Teil der Ausstellung. Das aus einer 30 Millimeter starken Stahlplatte gefertigte Werk entstand in mehr als 400 Arbeitsstunden.

Für eine besondere Überraschung sorgten die Schweizer Schmiedekollegen mit einem außergewöhnlichen Gastgeschenk: einem originalgetreuen Donauflößer-Floß aus Schmiedeeisen im Maßstab 1:10.

Unter dem Titel „Auf der Donau verbunden – ein Floß der Freundschaft“ soll das Werk nach Möglichkeit ein Jahr lang durch Österreich reisen und an verschiedenen Orten präsentiert werden. Als erste Station ist die Berufsschule Wels 1 vorgesehen. Danach soll das Floß nach Kolbermoor zurückkehren und dort dauerhaft ausgestellt werden.

Damit wird das Werk zu einem sichtbaren Zeichen der Verbundenheit zwischen Schmiedekollegen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland.

Auch die junge Generation spielte bei der Biennale eine wichtige Rolle. Jungschmiedinnen und Jungschmiede aus verschiedenen Ländern arbeiteten gemeinsam an Projekten, tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Kontakte.

Dabei wurde deutlich, wie gut traditionelles Handwerk, moderne Gestaltung und innovative Ideen zusammenpassen. Die internationale Begegnung bietet dem Nachwuchs wertvolle Erfahrungen und stärkt zugleich die Perspektiven für die Zukunft des Berufs.

Ein weiterer Schwerpunkt war die internationale Weiterentwicklung des Schmiedeberufs. Hubert Romer stellte mit Unterstützung von Stefan Braschl die Möglichkeiten einer Teilnahme an den EuroSkills vor.

Gemeinsam wurde das Ziel formuliert, Schmiede bei den EuroSkills 2027 in Düsseldorf zunächst im Rahmen eines Demo-Skills zu präsentieren. Langfristig soll eine offizielle Teilnahme bei den EuroSkills 2029 in Genf erreicht werden. Dafür müssen insgesamt acht Länder für eine Beteiligung gewonnen werden.

„Die Biennale hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig unser Schmiedehandwerk ist und was durch internationale Zusammenarbeit entstehen kann. Diese Energie wollen wir nutzen und insbesondere der Jugend eine internationale Perspektive eröffnen“, betont Rudolf Öhlinger, Bundessprecher der Schmiede in Österreich.

Die Biennale in Kolbermoor war damit nicht nur eine eindrucksvolle Schau des Schmiedehandwerks, sondern auch ein wichtiger Treffpunkt für Austausch, Nachwuchsförderung und die internationale Zukunft des Berufs.

Foto/Copyright: Cpoitsch.

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